Wie wir arbeiten, was wir bieten

Traumapädagogisches Arbeiten

In der Traumapädagogik geht es um das Verständnis für die Verhaltensweisen der Kinder und Jugendlichen. Traumatisierte Kinder und Jugendliche haben Überlebensstrategien entwickelt, um belastende Situationen zu überstehen. Viele dieser Strategien zeigen sich wiederum als belastend für die weiteren Heranwachsenden sowie die pädagogischen Fachkräfte in der Einrichtung. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen wird an alternativen Lösungsstrategien gearbeitet und sie werden darin unterstützt veränderte Verhaltensweisen zu entwickeln.

Das Konzept der ZaZ Westküste GmbH für traumatisierte und bindungsauffällige Kinder und Jugendliche legt als Grundstein eine Grundhaltung dar, welche das Wissen von PTBS (Posttraumatische Belastungsstörung) voraussetzt. Hierbei handelt es sich um biografische Belastungen und dem Wissen um die daraus resultierenden Folgeerscheinungen. Ein wertschätzender und verständnisvoller Umgang ist dabei eine der wichtigsten Leistungen, die wir Kindern und Jugendlichen zukommen lassen müssen. Negative Verhaltensweisen sind erlernte Lösungsstrategien und können gemeinsam positiv bearbeitet werden.

Unser Arbeiten stützt sich dabei auf die verschiedenen Grundpfeiler der Traumapädagogik.

Tiergestütztes Arbeiten

Ein weiterer spezieller Fokus der Einrichtung liegt auf der Tiergestützten Pädagogik im Alltag der Kinder und Jugendlichen.

Seit Anbeginn der Menschheitsgeschichte gibt es Beziehungen zwischen Menschen und Tieren, welche stetem Wandel unterlagen. In allen Kulturen spielten Tiere unterschiedlichste und widersprüchliche Rollen.

Das Tier nimmt den Menschen, wie er ist. Zugleich reagieren Tiere unmittelbar auf die Verhaltensweisen der Kinder und Jugendlichen, sodass diese eine ungefilterte und direkte Reaktion durch die Tiere auf ihr Verhalten erfahren. Zugleich können die Heranwachsenden die Intensität von Nähe und Distanz zum Tier selbst steuern, womit unter anderem positive Selbstwirksamkeitserfahrungen ermöglicht werden.

Das Tier fungiert immer als Co-Pädagoge. Der gezielte Einsatz von Haus- und Nutztieren wird durch die Fachkräfte begleitet. Sie bringen den Kindern und Jugendlichen den Umgang mit den Tieren sowie das Verhalten und die Bedürfnisse der Tiere näher. So werden die Kinder und Jugendlichen selbst zu „Fachkräften“ im Umgang mit den Tieren, womit der Selbstwert und das Selbstbewusstsein gefördert werden.

Beim Einsatz von Tieren ist das Tierwohl ein Grundpfeiler unseres Tuns. Damit steht der Tierschutz bei uns an einer sehr hohen Stelle und wird bei Verstößen angezeigt.

Ziele

Wir als multiprofessionelles Team möchten den Kindern und Jugendlichen eine sichere Basis bieten, um sie ein Stück auf ihrem Lebensweg zu begleiten, zu unterstützen und sie auf das zukünftige Leben vorzubereiten und gestärkt auf ihr Abenteuer Zukunft zu entlassen.

Unser Ziel ist es, die teilweise dramatische oder traumatisierende Vorgeschichte und die daraus entstandenen negativen Lebensgefühle mit Hilfe von neuen, positiven Erfahrungen zu verarbeiten, anzunehmen und in das Leben zu integrieren. Wir entwickeln mit den Kindern und Jugendlichen, die aus schwierigen Lebenssituationen kommen, neue Wege in ein selbstbestimmtes Leben. Die jungen Menschen können in einem geschützten Rahmen ihre Potentiale und Ressourcen wieder entdecken, neu kennenlernen und weiter ausbauen.

Bezugsbetreuer

Der junge Mensch hat in seiner Bezugserzieherin oder in seinem Bezugserzieher eine verbindliche Ansprechperson.

Die Bezugsperson hat den Überblick über den aktuellen Stand in den verschiedenen Themenbereichen des jungen Menschen, bspw. Schule oder Elternkontakt und hält das restliche Team entsprechend informiert.

In regelmäßigen Abständen finden Bezugsgespräche statt. Darin werden positive Entwicklungen und persönliche Anliegen thematisiert und festgehalten. Aber auch Themen zur Zielerreichung aus dem Hilfeplan werden aufgegriffen und bearbeitet. Durch die intensive Beziehungsarbeit in Einzelsettings möchten wir die Entwicklung der Kinder und Jugendlichen begleiten.